Löschfahrzeug LF10

Nach dem das alte LF8 in die Jahre gekommen ist und immer wieder durch die massiven Rostprobleme teure Reperaturarbeiten nötig waren bzw. schon wieder sind, wird das LF8 Ende 2015 ausgemustert und durch ein LF10 ersetzt.

Auch ist das Fahrzeug nicht mehr zeitgemäß. Ohne Wassertank sind wir bei jedem Brand auf eine Wasserquelle in der Nähe des Einsatzortes angewiesen. Bei Windbruch usw. muss erst bei Kameraden die private Motorsäge und Ausrüstung geholt werden.

Zusätzlich haben sich die Anforderungen für unsere Wehr geändert. Der ICE-Tunnel unter Göggelsbuch, der Rothsee als Naherholungsort, die größte Übernachtungsmöglichkeit (Gasthaus Endres) in der Marktgemeinde, um nur einige zu nennen.

mehr unter dem Bericht "Anschaffung"

Fahrgestell:

Typ / Hersteller: FF140 E25 von Iveco
Hubraum / Leistung: 5,8l / 185kW und 850Nm
Motor:
F4AE3681 (TCA) Euro 5
6-Zylinder Reihenmotor mit Direkteinspritzung, Aufladung und Ladeluftkühler
Getriebe:
automatisiertes 6 Gang-Getriebe
96km/h (Geschwindigkeitsbegrenzer)
Leer- / Gesamtgewicht: 5055kg / 14.000kg
Abmessungen: 6.655mm x 2.480mm x 2.816mm (LxBxH)
Radstand: 2.690mm
Besonderheiten:
Straßenfahrgestell (Platz FF-Haus!)
Gruppenkabine ab Werk
Tempomat und Speedlimiter
Berganfahrhilfe
Rangierscheinwerfer

 Aufbau (allgemein):

Hersteller:      
Iveco Magirus
Ausstattung:
Löschfahrzeug LF10 nach DIN 14530
Gruppenkabine
Aufbau Alu-Fire 3 mit 7 Geräteräume
Abmessungen:
6.950mm x 2.500mm x 2.990mm (LxBxH)
Baujahr:
2016
Besonderheit:
Aufbau komplett aus Aluprofile
Beklebung statt Lackierung

 Mannschaftsraum:

  • 4 Atemschutzgeräte
  • Tafel für die Atemschutzüberwachung im Mannschaftsraum  >>Registrierung während der Fahrt möglich!
  • Melderplatz mit Rettungsrucksack / Erste-Hilfe

Pumpe:

  • Nenndaten: 2000l/min bei 10bar
  • Lenzeinrichtung
  • Bedienung über HMI oder Softkeys
  • Druckabgänge: je 1x B-Abgang mit Schnellangriffsverteiler (links und rechts im Traversenkästen) und 1x C-Abgang Schnellangriff mit 2 C-Schläuchen in Buchten im G6
  • 1200l Wassertank mit Tankheizung
  • automatische Tankfüllung über zwei separate B-Anschlüsse

Besonderheiten / Zusatzbeladung:

  • Wechselsystem für Container (Ölspur oder Leer-Behälter) bzw. TS8, Wechsel kann von 2 Personen durchgeführt werden!
  • Powermoon + Stativ
  • Wassersauger und Zubehör
  • Mittelschaumpistole mit stufenloser Zumischung 0% bis 4% und einstellbarem Sprühbild
  • Beimischgarnitur für Netzwasser Fire-Ex-2000
  • Atemschutznotfalltasche
  • Lichtmast mit 4 LED-Strahler, die über das 24V Boardnetz gespeist werden
   

Außenansicht:      

Fahrzeughalle /

Umkleide Aktive:

 

Anbau /

Umkleide Jugend: 

Floriansstüberl /

Schulungsraum

  

Werkstatt /

sonstiges:

 Die Werkstatt und Sanitäranlagen befinden sich zurzeit im Umbau; Fotos folgen nach Fertigstellung

Löschlanzen

 

Mit dieser unkonventionellen Löschtechnik und der dazu anzuwendenden Taktik ist es möglich sehr schnell und sicher eine noch unübersichtliche Lage zu stabilisieren um Zeit für weitere Handlungen zu gewinnen. Der gewünschte Löscherfolg, die Minimierung bzw. Löschung der Flammen tritt innerhalb von Sekunden ein. 

Werbefilm von der Firma Dönges

weiter Informationen

 

 

Netzwasser

 

Das Fire-Ex 2000 besteht aus einer Feststoffkartusche mit hochwirksamen, ungiftigen Netzmittel (eine Art Seife), die ausreichend für ca. 2500 Liter Wasserdurchfluss ist. Dieses Standgerät mit C-Storz Anschlüssen eignet sich sehr gut zum Einsatz in der Brandbekämpfung, da es gut eindringen kann, eine enorme Löschkraft besitzt und wassersparend eingesetzt werden kann, insbesondere bei Flächen, Wohnungs- und Schwelbränden, da die "Seife"
die Oberflächenspannung des Wasser verändert.
Desweiteren kann es zur Beseitigung von Restölspuren ach dem Ölbindemittel verwendet warden. 

weitere Informationen

 

Löschgel und neue Kübelspritzen

 

Das Dekamax Kleinlöschgerät darf als Ersatz für die Kübelspritze auf Normfahrzeugen verladen werden. Bei uns im Brandmeisterbezirk Allersberg wurde dieses Gerät beschafft, um die Pulverlöscher zu ersetzen. Im Gegensatz zum Pulver entfällt die Wartung und auch die Rückstände durch das Löschpulver sind bei dem Dekamax nicht gegeben.

Das Gerät wird mit 10l gefüllt und kann anschließend über Druckluft oder der Handpumpe unter Druck gesetzt werden. Die Handpumpe erlaubt auch im Einsatz das Füllen vor Ort mit anschließender Wiederinbetriebnahme. Im Gegensatz zur Kübelspritze wird das Wasser aber sehr fein zerstäubt.

Um die Löschwirkung zu Verbessern, wird das Wasser der Kleinlöschgeräte zusätzlich mit einem Löschgel Prevento versetzt. Dieses Löschgel steigert die Einsatzmöglichkeiten der "neuen" Kübelspritze enorm. Das Gel bindet das Löschwasser und gibt es erst wieder durch Hitzeeinwirkung ab. Durch die starke Haftung kann das Gel fast über all aufgebracht werden und die Rückzündung wird so stark unterbunden bzw. können nicht betroffenen Teile so geschützt werden.

weitere Informationen

 

Leinenbeutel

Immer wieder gab es in der Vergangenheit Unfälle im Feuerwehrdienst, insbesondere im Innenangriff, da den Kameraden die Feuerwehrleine aus dem Leinensack gefallen oder gelaufen ist, ohne dass die Kameraden dies bei Nullsicht bemerkten. In Folge dessen kam es sogar zu Todesfällen, da der Rückzugweg nicht mehr gefunden wurde oder sich der Atemschutzgeräteträger in der Leine verhedderte und nicht mehr los kam bevor der Atemluftvorrat erschöpft war.

Aus diesem Grund haben wir vor einigen Jahren nach einer Alternative gesucht. Beim Surfen im Internet sind wir dann auf einen Artikel „Leinenwickler“ gestoßen. Dabei wird die Feuerwehrleine außerhalb des Beutels speziell gewickelt und erst anschließend im Beutel befestigt und verstaut. Durch diese Modifikation wird das auslaufende Seil gebremst.

Vorteil:

Nachteil:

keine Zusatzkosten für Neuanschaffung

durch die große Öffnung für das Stopfen kann es aber trotzdem vorkommen, das größere Mengen auf Seil auf einmal aus dem Beutel fallen

aufwändigs Füllen

Halterung / Wickelvorrichtung nötig

kein Werfen durch die "Seilbremse" möglcih

Obwohl das „Leinenwickeln“ eine Verbesserung brachte, haben wir uns nach einiger Zeit verschiedene Beutel auf dem Markt besorgt, um diese zu testen.

Das Angebot ist sehr unterschiedlich. Von einfachen Beuteln mit Zuziehschlaufe bis zu Leinenbeutel mit zusätzlichen Taschen bzw. Fächern, kann am Markt alles erworben werden.

Schnell wurde klar, dass wir einen Leinenbeutel mit Zusatzfach wünschen, um diverses Kleinmaterial zu lagern. Zurzeit haben wir folgende Gegenstände in unseren Beuteln:

  • Rettungsschere
  • Bandschlinge mit Karabiner
  • 2 Stifte (z.B. für Türmarkierungen)
  • Neubauten-Schlüssel
  • 2 Holzkeile

In die engere Auswahl kam ein Kombileinenbeutel und eine Leinenbeutel mit Aufsetzfach. Beide verfügten über einen Auslaufschutz, eine einstellbaren Schultergurt und konnten uns Kleinmaterial unterbringen. Da wir uns gegen die Befestigung am PA entschieden haben, sind Beutel mit Hacken usw. ausgeschieden.

Schließlich machte für uns der Leinenbeutel mit Aufsetzfach das Rennen, da der Kombileinenbeutel einen Reißverschluss für das Zusatzfach hatte, welcher schwer mit den Handschuhen zu bedienen war. Dagegen hat der Beutel mit Aufsetzfach einen Klettverschluss, der auch unter Nullsicht und mit dicken Handschuhen leicht zu bedienen.

Unser Resümee:

Es lohnt sich selbst bei einfachen Gegenständen wie einem Feuerwehr-Leinenbeutel die Augen für Verbesserungen oder neuen Angeboten offen zu halten bzw. sich einmal Gedanken zu machen, wie und ob man etwas daran verbessern kann.

 

 

realistische Atemschutzübungen

Wer kennt es nicht! Um die Atemschutzübung für den Träger zu erschweren, wird der Raum mit einer Nebelmaschine vernebelt, mit Vorhängen oder Platten verdunkelt oder die Atemschutzmasken abgedeckt.

Die Abdeckung wird dabei meist durch eine Flammschutzhauben oder Plastik-/ Mülltüte gemacht, wodurch sich eine Nullsicht einstellt. Dies hat aber eigentlich mit dem wahren Einsatz wenig zu tun. Vorteil ist aber, dass die Ausbilder das Verhalten der übenden Kameraden beobachten können.

Eine weitere Möglichkeit ist die Verschlechterung der Sicht mittels Nebelmaschinen. Leider ist es aber sehr schwer konstant einen Raum zu vernebeln bzw. kann es auch schnell teuer werden, größere Gebäude zu vernebeln. Daher muss man sich hier auf einzelne Räume beschränken. Nachteil ist aber, dass aber auch die Ausbilder nichts sehen und dadurch eine Nachbesprechung sehr erschwert wird.

In einem Abrisshaus hatten wir auch einmal Rauchpulver verwendet. Der Effekt war sehr realistisch. Leider konnte der Preis, die Schädlichkeit für die Gesundheit und die eingeschränkte Verwendung nicht wirklich überzeugen.

Irgendwann bei einer Brotzeit hatten wir dann das Mittel in der Hand. Eine einfache Brotzeittüte. Beim ersten Versuch nahmen wir eine handelsübliche Brotzeittüte mit einem Einmachgummi. Diese hat die Sicht des Atemschutzträgers eingeschränkt. Es können grobe Umrisse und Farben erkannt werden.

In weiteren Übungen haben wir dann einfach die Tüte zerschnitten und nur eine einfache Schicht verwendet. Das Ergebnis ist nach unserer Meinung sehr gut und vor allem einfach und schnell anzubringen. Diese Simulation kommt einem Einsatz schon sehr nahe, da man nicht mit totaler Nullischt zu kämpfen hat!

 

Heute gibt es zwar Simulationsschilder. Unsere Möglichkeit kostet aber nur ein paar Euro. Daher, probiert es aus und lasst euch überzeugen.

 

 

Schlauchmangagment im Innenangriff

Jeder hat es schon mal irgendwo gehört oder etwas darüber gelesen. Schlauchmanagement im Innenangriff. Vor ein paar Jahren haben wir uns auch mit diesem Thema auseinander gesetzt.

Die Schlauchvornahme mittels Tragekorb war schon eine Emese Verbesserung zu den Rollschläuchen bzw. Haspeln. Aber irgendwie auch noch nicht das letzte vom Ei.

Irgendwann haben wir dann ein paar Tests mit verschiedenen Arten der Schlauchreserve kurz vor dem Brandraum begonnen. Buchten, Schlauchpakt in Buchten oder Loops usw. Für uns hat sich die Version Schlauchpakte als Loop bewährt. So haben wir jetzt ein paar Jahre einen DIN-C-Schlauch mit entsprechendem Hohlstrahlrohr so im Auto verstaut. Nur die Tragemöglichkeit bis zum Einsatzort war mehr schlecht als recht.

So haben wir vor kurzem in einem Feuerwehrmagazin eine Werbung für eine entsprechende Tragetasche entdeckt. Diese Tasche bietet die Möglichkeit einen 30m C-Schlauch mit Strahlrohr zu verstauen. Dadurch kann jetzt ein Atemschutzträger 75m Wegstrecke überbrücken (Schlauchtragkorb mit 3mal 15m + Schlauchpaket mit 30m C-Schlauch). Zusätzlich ist noch ein Absperrhahn untergebracht. Falls im Laufe des Innenangriffes die Nebellösch-Lanzen nachgefordert werden, muss man nicht die ganze Schlauchstrecke leeren.

Mal sehen, wie die Kameraden mit der Neuanschaffung zurechtkommen und wo an dem System noch nachgebessert werden muss.